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Julian Schärer im Porträt

Talente, die Zukunft gestalten:

Julian Schärer im Porträt

16. April 2026 – Newsletter

Nachwuchstalente prägen das Gesundheitswesen von morgen. Wie junge Talente bei der Einkaufsgemeinschaft HSK Verantwortung übernehmen und Wirkung entfalten können, zeigt Julian Schärer, unser Junior Verhandlungsleiter seit 2025. Sein Weg verbindet Neugier, Engagement und die Bereitschaft, früh gestaltend mitzuwirken.

Ein prägendes Gestern

Dass unser Junior Verhandlungsleiter Julian Schärer einmal im Schweizer Gesundheitswesen Fuss fassen würde, überrascht rückblickend kaum. Schon in seiner Kindheit, geprägt durch das Aufwachsen in einer Ärztefamilie, war er von einem Umfeld umgeben, in dem medizinische Themen selbstverständlich zum Alltag zählten. Diese frühen Einblicke legten den Grundstein für jene Neugier und Verbundenheit mit der Branche, die ihn auch heute in seiner Tätigkeit begleiten.

Seine Laufbahn begann jedoch fernab von Sitzungszimmern, Tarifverhandlungen und Vertragsabschlüssen. Schon in der Schulzeit suchte Julian Unabhängigkeit und Abwechslung. Dies zeigte sich auch in seinen Ferienjobs, in denen er Einblicke in ganz unterschiedliche Tätigkeitsbereiche erhielt, von Gartenarbeit über Einsätze als Bademeister und Skilehrer bis hin zur Arbeit als Matrose. Diese Vielfalt prägte seine Arbeitseinstellung, stärkte seine Selbstständigkeit und sein Verantwortungsbewusstsein und verlieh ihm jene Bodenständigkeit, die ihn bis heute auszeichnet. Mit dieser Haltung im Gepäck setzte er bereits mit 19 Jahren seinen ersten Schritt in die Welt des Schweizer Gesundheitswesens.

Trotz seiner engen Verbindung zur Medizin entschied Julian sich bewusst für einen technischen Einstieg und absolvierte den Bachelor in Medizintechnik an der Hochschule Luzern (HSLU). Praktika in Spitälern sowie seine Tätigkeit als Servicetechniker führten ihn quer durch die Schweiz, hinein in Operationssäle, Arztpraxen und Technikräume, wo er den klinischen Alltag aus nächster Nähe erlebte. Diese Praxiserfahrungen vermittelten ihm ein klares Verständnis dafür, wie vielfältig der medizinische Betrieb ist und verstärkten sein Interesse an den Strukturen und Abläufen des Gesundheitssystems. Der Wechsel in die Gesundheitsökonomie folgte als logische Weiterentwicklung. Während seines Masterstudiums an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) arbeitete er bei zwei Leistungserbringern, digitalisierte Betriebsabläufe und vertiefte sein Verständnis für Abrechnungsmechanismen und Prozesse. Dabei wurde ihm immer klarer, dass zentrale Entscheidungen dort fallen, wo finanzielle Anreize gesetzt und Versorgungsmodelle entwickelt werden.

Eine verantwortungsvolle Gegenwart

Konkret diese Gestaltungsnähe fand er im März 2025 bei der Einkaufsgemeinschaft HSK AG, als Junior Verhandlungsleiter. In dieser Rolle verbindet er analytisches Denken mit einer Wirkung auf Systemebene, die sich aus dem direkten Einfluss unserer Verhandlungen auf Prämien und das Gesundheitssystem ergibt. Gleichzeitig pflegt er den kontinuierlichen Austausch mit Leistungserbringern. Ein grosser Teil seiner Arbeit findet jedoch ausserhalb der offiziellen Verhandlungssaison statt, ist aber genauso zentral. Dazu gehören das Pflegen von Beziehungen, das frühzeitige Erkennen von Entwicklungen sowie das konstruktive Zusammenführen unterschiedlicher Positionen.

Aktuell beschäftigt sich Julian intensiv mit richtungsweisenden Zukunftsthemen wie der Ambulantisierung oder Hospital@Home, die neue Versorgungsmodelle ermöglichen. Ebenso betreut er, als Hauptverantwortlicher seitens HSK, das GRÜZ Programm (Details dazu stehen in der Box am Ende des Textes), dessen Bedeutung oft unterschätzt wird. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit schafft insbesondere im Rehabilitationsbereich hochwertige und effiziente Versorgungslösungen für die Bevölkerung im Raum Basel. Ein Thema, das künftig weiter an Relevanz und Aufmerksamkeit gewinnen sollte.

Ein zukunftsgerichtetes Morgen

Julians Engagement bleibt ungebremst und sein Blick weiterhin nach vorne gerichtet: er will Entwicklungen mitprägen und langfristig etwas hinterlassen, das das Gesundheitswesen stärkt. Energie dafür findet er draussen beim Skifahren, Volleyball, Golf, im Garten oder rund ums Wasser. Und wenn der Kopf so richtig frei werden muss, setzt er sich aufs Motorrad und lässt die Gedanken vom Fahrtwind ordnen.

Für die Einkaufsgemeinschaft HSK sind Mitarbeitende wie Julian ein zentraler Bestandteil der gemeinsamen Zukunft. Sie tragen mit ihrer individuellen Stärke und Professionalität wesentlich zu unserem Erfolg bei. Junge Talente zu fördern, ihnen früh Verantwortung zu übertragen und ihre Entwicklung gezielt zu begleiten, gehört zu den Grundsätzen, die unsere Kultur und Werte prägen und uns als Arbeitgeberin auszeichnen.

Wir danken Julian herzlich für seinen Einsatz, seine Neugier und seinen Beitrag zu unserer Weiterentwicklung und freuen uns darauf, seinen Weg auch weiterhin aktiv mitzugestalten.

Was ist Hospital@Home?

Hospital@Home ist ein innovatives Angebot für Patientinnen und Patienten, die grundsätzlich einen Spitalaufenthalt benötigen, deren Behandlung aber sicher zu Hause durchgeführt werden kann. Die Betreuung erfüllt dabei denselben Qualitäts- und Sicherheitsstandards wie im Spital. Nach einer Diagnose im Spital wird das Hospital@Home-Team informiert. Anschliessend entscheiden die Patientinnen und Patienten, ob sie die Behandlung zu Hause durchführen möchten. Entscheiden sie sich dafür,
übernimmt das spezialisierte Team die medizinische Betreuung vor Ort.
Aktuell läuft ein Pilotprojekt mit dem Spital Zollikerberg. Zudem besteht Austausch mit mehreren Leistungserbringern in der Region Basel bezüglich Hospital@Home.
 

Was ist das GRÜZ Programm?

Die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (GRÜZ) ist ein Programm, das Patientinnen und Patienten aus der Region Basel ermöglicht, bestimmte medizinische Behandlungen in nahegelegenen Kliniken im deutschen Landeskreis Lörrach in Anspruch zu nehmen. Da diese Kliniken oft nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt sind, profitieren die Betroffenen von kurzen Wegen, tieferen Kosten und häufig auch von einer schnelleren Verfügbarkeit von Rehabilitationsplätzen.
Aktuell umfasst das Programm vor allem Rehabilitationsbehandlungen, insbesondere im Bereich Orthopädie. Diese Angebote werden unter anderem nach Operationen oder nach Unfällen genutzt.
Das GRÜZ-Programm stärkt die Zusammenarbeit zwischen Schweizer und Deutschen Gesundheitsinstitutionen, unterstützt eine gut vernetzte und bedarfsgerechte Versorgung in der Region.
 

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