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ST Reha 2022: Erwartungen und Herausforderungen für HSK

Die nationale Tarifstruktur ST Reha zur Vergütung der stationären Rehabilitation steht kurz vor der Einführung. Die Einkaufsgemeinschaft HSK AG bereitet sich vor und gibt eine erste Einschätzung über die Erwartungen und die anstehenden Herausforderungen der neuen Tarifstruktur.

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Einführung 2022 steht kurz bevor

Der Verwaltungsrat der Swiss DRG AG hat am 12. März 2021 entschieden, dass die neue nationale Tarifstruktur ST Reha Version 1.0 zur Vergütung der stationären Rehabilitation ab dem 1. Januar 2022 eingeführt werden soll. 
Die Einkaufsgemeinschaft HSK begrüsst diesen Entscheid und geht davon aus, dass die Tarifstruktur im Herbst 2021 durch den Bundesrat genehmigt wird. Dann heisst es für die Tarifpartner innert kürzester Zeit Tarifeinigungen zu finden, damit alle Rehakliniken ab 1.1.2022 die Leistungen mit ST Reha abrechnen können. 

Die neu konzipierte Tarifstruktur erfüllt die Bestimmung des Artikels 49 Abs. 1 KVG, nämlich die Einführung von leistungsbezogenen Pauschalen, die auf gesamtschweizerisch einheitlichen Strukturen beruhen. Somit sind die Voraussetzungen für eine bessere Vergleichbarkeit der Kosten und Leistungen der Rehakliniken gegeben.

Vorteile und Herausforderungen von ST Reha 

Die nationale Tarifstruktur ST Reha bildet alle Fälle der stationären Rehabilitation ab. Sie teilt die Patientenfälle anhand von erbrachten Leistungen, Hauptdiagnose, Nebendiagnose, Alter und weiteren Kriterien in Rehabilitationskostengruppen (RCG) ein. Diese werden entsprechend dem daraus resultierenden Schweregrad mit einer Tagespauschale (Basispreis) abgegolten. 
Dadurch werden schweizweite Betriebsvergleiche der Kosten schweregradbereinigt unter den Rehakliniken möglich.
Eine grosse Herausforderung bei der Einführung von ST Reha sieht die Einkaufsgemeinschaft HSK AG bei Themen wie z.B. die Abrechnung von externen ambulanten Behandlungen während eines stationären Aufenthaltes oder die Abgeltung der Paraplegiologie und der Frührehabilitation. Diese Bereiche werden nicht in der Tarifstruktur ST Reha abgebildet.

Verhandlungen und Vorbereitungen 

Seit Jahren verhandelt die Einkaufsgemeinschaft HSK AG im Bereich der Rehabilitation und hat bisher Preislösungen mit den Rehakliniken gefunden. Für das Tarifjahr 2022 setzen wir weiterhin auf eine vollständige Datentransparenz, in diesem Sinne haben die Verhandlungsleitenden von HSK in der zweiten Aprilhälfte 2021 die Formulare für die Kosten-und Leistungs-Datenerhebung allen Kliniken zugestellt. Dieser Schritt ist wichtig für die Preisbildung und die Preisverhandlungen. HSK erwartet Verhandlungen mit über 80 Rehakliniken schweizweit. 
Da wir uns im Einführungsjahr der neuen Tarifstruktur ST Reha befinden und die Leistungsdaten von manchen Kliniken mögliche Mängel aufweisen könnten, wird der Entscheid nach einem Kostenbenchmarkverfahren – wie in den Bereichen SwissDRG und TARPSY – erst nach der Datenplausbilisierungsphase (Mitte Juli 2021) möglich sein. Das zeigen die Erfahrungen aus der Einführung von TARPSY vor 4 Jahren.
Wie bei der Einführung von SwissDRG in der Akutsomatik und TARPSY in der Psychiatrie, steht die Einkaufsgemeinschaft HSK dafür ein, den Tarifstrukturwechsel unter der Prämisse des Verhandlungsprimats durchzuführen.

Das Team der Einkaufsgemeinschaft HSK freut sich, die bevorstehenden Herausforderungen zusammen mit den Verhandlungspartnern lösungsorientiert, partnerschaftlich und positiv anzugehen.

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Weiterführende Informationen

Medienmitteilung SwissDRG AG vom 15. März 2021: «Neue Tarifstruktur zur Vergütung der stationären Rehabilitation steht bereit» Einkaufsgemeinschaft HSK - Rehabilitation SwissDRG AG - ST Reha

Ihr direkter Kontakt

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Brigitte Romer

Verhandlungsleiterin | Tarifmanagerin
T +41 58 340 59 61
b.romer